Easdales Westies und Kerry-Blue-Terrier

Welpenkauf / Welpenpreis

Zeitweise haben wir liebevoll IN der Familie aufgezogene Welpen an geeignete Familien abzugeben.

Hundezucht bedeutet für mich und meine Familie, Verantwortung für die Nachzucht gesunder, wesensfester und sozial verträglicher Hunde zu übernehmen. Dies ist mit ein Grund, warum unsere Welpen nach den strengen Zuchtrichtlinien des Klub für Terrier e.V. (KfT) im Verband des Deutschen Hundewesens (VDH), übrigens dem einzigen Verband in Deutschland, welcher von der F.C.I. anerkannt ist, gezüchtet werden.

Unsere Hunde sind ein fester Bestandteil unserer Familie, sie leben nicht bei uns, sondern MIT uns! Wir wissen um deren Bedürfnisse, um die Grundlagen einer sachgemäßen Haltung, Aufzucht, der Erziehung und Sozialisation unserer Nachzucht.

Unser Hauptanliegen ist es, gesunden, wesensfesten Welpen einen gut geprägten Start ins Leben zu geben. Deswegen werden unsere Welpen schon früh in das gesamte Rudel integriert. Die Welpen ziehen frühestens ab der 9./10. Lebenswoche in ihre neuen Familien um. Die vielen positiven Rückmeldungen der neuen Besitzer zeigen mir, dass dies der richtige Weg und auch der richtige Zeitpunkt ist!

Wir wünschen uns ausdrücklich einen frühzeitigen Kontakt mit den neuen Besitzern und bieten Ihnen an, Sie ein Hundeleben lang zu begleiten.

Mit dem Verkauf eines Hundewelpen endet NICHT meine Verantwortung als Züchter für diesen!

Ich bitte um Verständnis, dass ich telefonisch keine Welpen reserviere bzw. eine Zusage erteile! So wie Sie mich und unsere Hunde bzw. unsere Zucht erst kennenlernen möchten, so möchte auch ich erst die eventuellen neuen Eltern meiner Welpen kennenlernen!

Ich habe jedoch für alle Ihre Fragen ein offenes Ohr!!!

 

Dieser Schlusssatz zum Welpenkauf eignet sich gleich prima als Überleitung zum Thema

 Welpenpreis

oder

Warum ist ein Welpe bei Ihnen so teuer?

 

Der größte Teil aller telefonischer Anfragen beginnt so:

"Hallo, ich habe gelesen, dass Sie Welpen haben. Was kostet ein Welpe? Ach so......., ich bespreche dies mit der Familie/dem Partner und melde mich dann wieder."

So, oder so ähnlich verlaufen viele Telefongespräche, der größte Teil der Anrufer meldet sich nicht mehr und ist der Ansicht, dass ich meine Welpen viel zu teuer verkaufe.

Eine verantwortungsvolle Hundezucht erfordert einen hohen finanziellen und zeitintensiven Einsatz. Ich möchte Ihnen hier einmal aufzeigen, warum man bei einem seriösen Züchter, der im VDH züchtet, keine Welpen zum "Schnäppchenpreis" bekommen kann.

Es ist ein sehr umfangreiches, weitreichendes Thema mit vielen Aspekten und auch Schattenseiten. Bei weitem kann ich nicht in jedes Detail gehen - das würde den Rahmen sprengen, trotzdem würde ich mich freuen, wenn Sie die Zeit aufbringen, alles hier geschriebene zu lesen!

Als Züchter im VDH/KfT muss ich, bevor ich einen Wurf überhaupt planen kann, schon im Vorfeld bestimmte Voraussetzungen und Auflagen erfüllen:

Ich muss Mitglied in einem Zuchtverband sein, das ist die Grundvoraussetzung um überhaupt im VDH züchten zu können. Bei den West-Highland-white-Terriern und den Kerry-Blue-Terriern ist dies der "Klub für Terrier - KfT", welchem ich angehöre.

Ich unterliege sehr strengen Vorschriften für die Unterbringung der Hunde, der Zuchtverwendung, den Gesundheitsuntersuchungen, der Sozialisierung der Welpen, Impfungen, Wurmkuren usw. Dies wird durch einen Zuchtwart kontrolliert und bei Verstößen droht eine Zuchtsperre oder sogar, je nach schwere des Verstoßes, der sofortige Ausschluss. Auch wird die Zuchterlaubnis zu Beginn nur für einen Wurf erteilt.

Bevor mit der Zucht begonnen werden darf, sind nicht unerhebliche Vorleistungen zu erbringen:

  • Aufnahmeantrag und Mitgliedsbeitrag im Zuchtverband

  • Beantragen und Schützen eines Zwingernamens

  • Der Besuch von Züchterschulungen

  • Der Kaufpreis der Zuchttiere

  • Die Aufzucht der Zuchttiere bis zur ersten Zuchtverwendung: Hündinnen frühestens mit 15 Monaten, Rüden frühestens mit 9 Monaten

  • Tierarztkosten für Impfungen, Entwurmungen, evtl. Unfälle oder Erkrankungen usw.

  • Die vorgeschriebenen Gesundheitsuntersuchungen der Zuchttiere: Untersuchung auf HD beim Kerry-Blue-Terrier, Untersuchung auf Patella beim Westie, dazu noch freiwillige Untersuchungen

  • Meldegelder für Zuchtschauen, Fahrtkosten, Verpflegung und evtl. Übernachtung. Jeder Hund, der die Zuchtzulassung erhalten soll, muss auf mindestens zwei Zuchtschauen/Ausstellungen mit SG (Sehr gut) bewertet worden sein.

  • Die Zuchtzulassungsprüfung im Rahmen einer Zuchtschau und die Fahrtkosten dahin, eventuell ist noch Übernachtung und Verpflegung hierfür notwendig.

  • Das Decken: Die Deckgebühren (zwischen 500 und 1000 Euro), die Fahrtkosten zum Deckrüden (da sind schnell mal 1000 km beisammen), die Übernachtungs- und Verpflegungskosten.

  • Hundefutter und Zusätze, Hundebettchen, Hundekörbe, Decken, Spielzeug, Pflegeutensilien und dergleichen.

  • und so weiter und so weiter................

Wenn dann, nach Erfüllung aller Bestimmungen der erste Wurf unterwegs ist, geht es weiter mit:

  • der besonderen Ernährung der Mutterhündin und später der Welpen

  • eventueller Tierarztkosten, wenn beim Werfen oder danach Probleme auftreten

  • der Aufzucht der Welpen - wobei hier der enorme Zeitaufwand um die Welpen bestens zu prägen und auf ihr späteres Leben vorzubereiten gar nicht aufzurechnen ist.

Neun (oder auch mehr) Wochen Welpenaufzucht kosten durchwachte Nächte, viel Zeit für die Pflege und Sauberkeit des Muttertieres und der Welpen, liebevolle Prägung, Sozialisierung und Gewöhnung an das Alltagsleben, ständiges Pfützchenputzen, tägliches Wiegen, Gewöhnung an die Bürste, das Krallenschneiden, das erste Bad und und und.......

All diese ganze Zeitinvestition wird belohnt mit den glücklichen Momenten, die mir unsere gesunden, robusten Welpen schenken. Ich möchte nichts, aber auch gar nichts hiervon missen, auch nicht die Tränen in den Augen und den Kloß im Hals, wenn ich meine Welpen in die Arme der neuen Besitzer übergebe!

Und nicht zuletzt sind da u.U. auch noch Hündinnen und Rüden, die altersbedingt nicht mehr in der Zucht stehen. Auch diese wollen mit allem versorgt sein!

Natürlich gibt es auch beim noch so verantwortungsvollen Züchter einmal einen Welpen, der vielleicht einen kleinen "Schönheitsmakel" hat. Er ist deswegen nicht krank und genauso gut auf sein späteres Leben vorbereitet wie seine Geschwister, aber so einen Welpen kann man auch bei einem seriösen Züchter etwas günstiger bekommen. Für einen Hundefreund, der keine Ambitionen für Ausstellungen hat, bedeuten vom Rassestandard abweichende phänotypische Aspekte kein Problem. Aber auch diesen Welpen gibt es nicht zum "Schnäppchenpreis"!

Mit viel Glück und über die Jahre gesehen, schafft man mit einer liebevollen und seriösen Zucht eine "Kostendeckung".

In den nachstehenden Ausführungen sehen Sie, dass es um jeden seriösen Züchter schade ist, der Aufgrund von "Schnäppchenjägern" seine Zucht aufgeben muss.

Denn die andere Seite der Medaille ist "Der Welpe zum Schnäppchenpreis":

Merke: Nur wer billig "produziert" kann auch billig verkaufen!

Welpen zum "Schnäppchenpreis" besitzen nur selten Papiere eines anerkannten Zuchtverbandes. Die Welpen stammen meist von Vermehrern, aus illegalen Auslands-Importen oder aus "Meine-Hündin-soll-auch-mal-Welpen-haben-Verpaarungen".

Bei der Verpaarung der Elterntiere wurde keinerlei Wert auf Gesundheit, Wesensfestigkeit, Sozialisation, Rassestandard und andere züchterische Aspekte gelegt. Oftmals werden nicht mal Rüden und Hündinnen getrennt gehalten und "irgendein Rüde" wird dann als Vater der Welpen in den Papieren stehen.

Die Welpen werden in der Regel schon sehr früh von der Mutter getrennt. Im VDH ist eine Abgabe der Welpen vor 8 Wochen verboten!

Die Mutterhündinnen werden in katastrophalen hygienischen Umständen gehalten. Diese armen Kreaturen haben so gut wie keinen Kontakt zum Menschen und fristen ihr trauriges Dasein als Wurfmaschine. Sie werden viel zu früh, meist schon ab der ersten Hitze, und bei jeder Läufigkeit gedeckt, bis sie total ausgelaugt jämmerlich "krepieren". Können sie keine Welpen mehr bekommen und leben sie trotzdem noch, werden sie einfach "entsorgt".

Die Welpen werden weder entwurmt noch geimpft, oder Impfausweis und Papiere sind oftmals gefälscht. Sie haben keinen oder nur sehr seltenen Kontakt zu Menschen, sind nicht sozialisiert und können sogar zu einer Gefahr für ihr Umfeld werden! Es sind ganz arme Kreaturen und seelische Krüppel mit psychischen Schäden, die nicht mehr zu beheben sind. Mit viel Geduld und Glück können diese etwas abgeschwächt werden. Meist sind sie stark verwurmt und/oder schwer krank und leiden schon im Welpenalter an Allergien. Viele von diesen armen Würmchen haben vererbte Defekte, wie schwerste HD, Herzerkrankungen, Patella, Pertes, Epilepsie usw.

Der Kauf eines Welpen zum Dumping-Preis kommt den Welpenkäufer oft teuer zu stehen. Oft sind die Folgekosten beim Tierarzt so hoch, dass man sich 3 ordentlich gezüchtete Welpen dafür hätte leisten können.

Also: Schauen Sie sich Ihren Züchter genau an und kaufen Sie nie aus Mitleid einen Welpen! Darauf bauen diese skrupellosen Zeitgenossen.

Ein weiterer weit verbreiteter Irrglaube ist, dass die Ahnentafel den Preis eines Rassehundes ausmacht. Dies ist aber nur bedingt der Fall. Die Ahnentafel an sich kostet ca. 25 Euro! Viele Käufer eines Rassehundes meinen, sie bräuchten keine Ahnentafel, weil sie mit ihrem Hund weder auf Ausstellungen gehen noch züchten möchten und die Ahnentafel letztendlich in der Schublade verschwindet.

Aber eine Ahnentafel ist weit mehr:

Sie ist die Geburtsurkunde des Hundes und gehört untrennbar dazu!

Es ist immer Vorsicht geboten, wenn ein Hund mit Ahnentafel angeboten wird und beim Verzicht auf die Ahnentafel der Hund wesentlich billiger abgegeben wird!

Dies sind unseriöse Methoden! Kein Züchter im VDH/KfT darf und wird dies tun. Deshalb sollte jeder Rassehundekäufer Wert auf eine Ahnentafel des VDH legen. Diese bestätigt ihm, dass sein Hund aus einer streng kontrollierten Zucht stammt.

Achtung ist geboten bei Werbeslogans wie "Eltern haben VDH-Papiere" - dies bedeutet noch lange nicht, dass die Welpen im VDH und nach dessen Richtlinien gezüchtet wurden und VDH-Ahnentafeln erhalten! Viele Welpen aus "Hinterhofzuchten" werden so angepriesen.

Nun haben Sie viel über "Züchter" und Züchter erfahren und etwas mehr Klarheit darüber erhalten, was die Gründe für die großen Preisunterschiede sind.

Wenn ich Sie nun zumindest ins Grübeln gebracht habe, und vielleicht den "AHA-Effekt" hervorlocken konnte, dann weiß ich, dass die Zeit für das Erstellen dieser Zeilen sinnvoll war.